Auf dem Weg von Roskilde nach Svendborg: Nyborg

Von Roskilde aus machten wir uns auf den Weg nach Svendborg, also von der Insel Seeland auf die Insel Fünen. Dabei fährt man über die längste Brücke Dänemarks. Valentina war eigentlich richtig müde und immer wieder fielen ihr die Augen zu, doch dann kam gleich wieder die Frage wie lange es noch zu der Brücke dauert, von welcher wir ihr im Vorhinein erzählt haben. Nach etwa 1 Stunde hatten wir sie erreicht. Kaum waren wir am anderen Ende verspürte Valentina unendlichen Hunger.

Also entschieden wir uns für einen Zwischenstopp in Nyborg, wo früher das königliche Zentrum Dänemarks war. Wir fanden eine nette Bäckerei in der gemütlichen Altstadt und machten es uns bequem. Hat man dieser wenn auch kurzen Fußgängerzone einmal gesehen, kann man dänische Eltern echt beneiden. Alle paar Meter ist ein Wipptier für die Kinder, somit sind diese beschäftigt während man in Ruhe seinen Kaffee genießt. Außerdem stehen noch ein paar Sitzsäcke rum, welche vermutlich zu dem Möbelgeschäft gehören, aber von der Allgemeinheit genutzt werden können. Echt hyggelig – wie die Dänen sagen.

Nun gut wir wollen ja nur kurz was essen, also gehen wir die Gasse weiter bis zum Ende und dann auf direkten Weg zum Auto. Doch da war der Schloßgraben mit jungen Schwänen, Blässhühner und Seerosen, umgeben von farbigen Häusern. Die Kinder waren nur schwer weiterzubewege, sie wollten warten bis die Schwan-Mama kommt. Um sie zu suchen sind wir dem Wasser gefolgt und bei der Festung gelandet. Dahinter war der Wall. Und da wollte Valentina dann unbedingt hoch, was wir auch machten. Wir sind durch eine Allee spaziert, haben das Schloss gesehen, eine Steinschleuder und ein paar Kanonen einschließlich Kugeln. Wie immer wenn es etwas zu zählen gibt, hat Valentina auch diese gezählt. Gar nicht so einfach – sie waren ja in Pyramidenform gestapelt.

Wieder stellte ich fest, dass man mit Kindern beim Reisen oft Dinge sieht und erlebt , die man sonst nie sehen und erleben würde. An Nyborg wären wir bestimmt vorbeigefahren.

Dann aber weiter nach Svendborg, vorbei an vielen Getreidefeldern, die gerade geerntet werden, Wiesen und Wälder, Kühen, Pferde und Schafe.

In Svendborg wollten wir eigentlich mindestens zwei Nächte bleiben und eigentlich in einem Bed&Brakefast. Letztendlich waren wir auf einem Campingplatz in einer Hütte, die nur noch eine Nacht frei war. Auf dem Campingplatz war wohl gerade ein Hundetreffen. Hunde gibt es hier ja überall und gefühlt hat jeder Däne einen Hund, aber dort waren sie auch noch ein und dieselbe Rasse und riesig. Aber es gab auch einen tollen Spielplatz mit dem für Dänemark typischen Hüpfpolster und Hasen und dieser war in Sichtweite zu unserer Hütte. Da waren die Kinder glücklich. Und es war schnell geklärt, dass wir zum Abendessen bei der Hütte bleiben.

 

 

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