Kopenhagen und der Ironman

Die Tage in Kopenhagen verbrachten wir im Ascot Hotel, welches sehr zentral in der Nähe des Rathausplatzes lag. Nachdem wir am Freitag Früh gemütlichst und lecker gefrühstückt haben, machten wir uns gemeinsam mit den beiden befreundeten Ironman-Teilnehmern Thomas (mit Frau Natascha und den Kindern Leopold und Louisa) und Alex (mit Freundin Julia) auf den Weg zum Amager Strand. Während die Männer die Schwimmstrecke testeten, machten wir Frauen mit den Kindern einen Spaziergang entlang der Wechselzone und durch die Dünen. Jonathan und Valentina erforschten Felsblöcke und schauten den verschiedenen Booten zu. Zur Freude der Kinder gab es einen tollen Spielplatz u. a. mit Kletter- in Balanciermöglichkeiten, einem Schiff mit Lenkrad und einem „Telefon“. Das Wetter spielte total verrückt. Von T-Shirt bis Regenjacke und wieder zurück war alles drin.

Anschließend trafen wir uns mit Christians Trainerin am Markt bevor wir ein bisschen die Stadt erkundeten. Wir spazierten zum Park vorm Rosenborg Slot, in dem es einen schön angelegten Rosengarten gibt und im Schlossgraben riesige Karpfen schwimmen. Jonathan wollte sowohl die Karpfen als auch die Tauben im Park streicheln und war nur schwer und mit großer Enttäuschung davon abzuhalten. Dann sind wir durch die Straßen und die Fussgängerzone geschlendert, in der es Künstler mit Riesenseifenblasen gab. Da blieb viel Zeit, die Schaufenster und Häuser anzuschauen, während die Kinder Seifenblasen fingen.

Der Samstag begann natürlich für Christian mit Training. Diesmal stand, trotz Regen, eine Radfahrt an. Die Kinder und ich verbrachten die Zeit lieber gemütlich im Bett. Auch die Zeit nach dem Frühstück blieben wir 3 im Hotel und verbrachten die Zeit mit Spielen und Beobachtungen in der Hotellobby, während Christian zum Briefing für den Wettkampf musste. Um 12 machten wir uns dann aber alle gemeinsam wieder auf den Weg zum Strand, denn dort fand der Ironkids-Lauf statt, bei dem Louisa und Leopold mitmachten und die mussten wir natürlich kräftig anfeuern. Hätte ich gewusst, dass es eine Startgruppe von 0-3 gibt, hätte ich Jonathan angemeldet.

Am Nachmittag musste Christian nochmal an den Strand, um sein Fahrrad abzugeben und  die Kinder und ich trafen uns mit Uli, René und Richard die mitlerweile eingetroffen waren. Eigentlich wollten wir Kaffee trinken gehen, doch das war schwieriger als gedacht. Im ersten Café konnte man nur mit Bargeld zahlen, was eigentlich total untypisch für Dänemark ist. Selbst an Straßenbuden bezahlt man mit Kreditkarte. Danach war es überall voll, hektisch und ungemütlich, da der Höhepunkt der Pride-Week erreicht war. Ein Umzug fand statt, viel laute Musik und Valentina stellte fest, dass überall Müll rumlag. Letztendlich warteten wir im Hotel auf Christian und sind dann Essen gegangen.

Der SONNTAG ist da! Der IRONMAN! Christian frühstücken um 4, ich sollte um 6 los um pünktlich um 7:10 am Schwimmstart zu sein. Dazu kam es aber nicht. Ich hörte den Wecker nicht oder schaltete ihn aus, und mein Handy war auch aus – warum auch immer. So kam es, dass wir ausschliefen und es war im Nachhinein gesehen wohl sinnvoller. Wir wären mit dem großen Radlanhäger wohl nie pünktlich in eine U-Bahn gekommen und gesehen hätten die Kinder auch nicht viel. So starteten wir den Tag mit einem gemütlichen Frühstück und machten uns gegen Mittag zusammen mit Natascha, Leopold und Louisa auf den Weg an die Wechselzone. Die Erste die reinkam war die spätere Siegerin Anne Haug, später kam Alex, dann Thomas und schließlich Christian. Jonathan war die ganze Warterei irgendwann zu mühselig und er schlief in der Manduca, bis Papa in die Wechselzone kam. Als Christian auf unserer Höhe war, war er voll dabei, später waren die Lautsprecher, Boote im Kanal und was es sonst noch zu sehen war super interessant. Nachdem die Laufstrecke eine 10km-Runde war, die 4mal gelaufen wurde und hin-und zurück immer die gleiche Strecke war, sahen wir fortan sehr regelmäßig jemanden den wir kannten und die Kinder waren total dabei. Wir verlagerten unseren Platz aber immer wieder, zum einen blieb es für die Kinder spannender zum anderen hatten unsere Männer so die Aufgabe uns zu suchen. Leider fing es 2 Stunden vor Ende doch noch an zu regnen, aber hörte zum Glück auch irgendwann – nachdem wir nass waren – wieder auf. Für die Läufer waren die Wetterbedingungen ideal, für uns Zuschauer hätte es am Ende doch etwas wärmer sein dürfen. Für alle 3 lief das Rennen aber super und sie waren mit ihren Zeiten total zufrieden. Christian kam mit 11 Stunden und 10 Minuten ins Ziel. Kurz zuvor finishte Thomas mit einer Zeit von 11 Stunden. Alexander war, wie erwartet, der schnellste von uns dreien, mit einer Zeit von 9 Stunden und 21 Minuten.

Valentina meinte am Ende, dass ich auch mal so nen langen Triathlon machen soll – scheint also nicht zu lange gewesen zu sein. Nur den Wunsch werde ich ihr nicht erfüllen. Sowohl Jonathan als auch Valentina mussten sich unbedingt Startnummern basteln und laufen ständig.

Heute früh nutzte ich die Zeit und begab mich wirklich früh morgens um halb 7 auf Sightseeing-Tour mit meinen Laufschuhen. Erst durch Grünanlagen und vorbei am botanischen Garten zum Kastellat, dann zur Kleinen Meerjungfrau (ich war alleine dort! Keine Touris, kein Kreuzfahrtschiff, nur eine weitere Joggerin auf Sightseeing) letztendlich zur Amalienburg und über Rosenborg Slot zurück. Das ganze bei Sonne! Herrlich. Es waren noch total wenig Leute unterwegs, nicht zu vergleichen mit anderen Großstädten um diese Uhrzeit. Der Auto- und v. a. Fahrradverkehr nahm erst gegen halb 8 langsam zu.

Zurück vom Laufen hieß es packen, frühstücken und die Reise geht weiter. Wir sind auf einem Campingplatz in Roskilde gelandet. Dazu beim nächsten Eintrag mehr.

 

 

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