Tena

Hallo mal wieder!

Jetzt ist es fast vorbei mit Südamerika. Mittlerweile bin ich in Quito angekommen, wo am Freitag mein Flieger abheben wird.

Aber die letzten Tage verbrachte ich nochmal im Urwald – diesmal im ecuadorianischen. Es war ziemlich entspannend. Den ersten Tag habe ich die Stadt erkundet, und ich muss sagen, so wirklich im Urwald hab ich mich nicht gefühlt. Erst wenn man sich vom Zentrum entfernt (so groß war die Stadt auch wieder nicht) merkt man, dass es schon sehr grün ist – und vor allem begegnen einem eine Menge Pflanzen, die man zuvor noch nie gesehen hat, oder nur in den Gewächshäusern im Botanischen Garten. Nachdem es an dem Tag ziemlich warm war und die Sonne schien, war ich nach 4 Stunden spazieren gehen, doch etwas erschöpft und verbrachte fast den restlichen Nachmittag lesend, schlafend, mit anderen Touris ratschend,… in der Hängematte :-)) Am Spätnachmittag begab ich mich dann doch noch zum Fluss und hörte dem verschiedenen Tiergeräuschen zu, was mitunter ganz schön laut sein kann. Nebenbei beobachtete ich noch eine Indigena-Familie beim baden, Wäsche waschen und Feuer machen.

Auf dem Rückweg begegnete mir ein Touristen-Guide der für den nächsten Tag noch nichts vor hatte. Und nachdem ich mich doch gegen eine richtige Tour entschieden habe, nahm ich sein Angebot an, mit ihm nach Mishaulli (oder so ähnlich), nachdem ich da eh hin wollte, zu fahren. Und das war echt toll. Bevor wir uns aber in das Dorf begaben machten wir uns auf den Weg zu einem Wasserfall. Aber wie solls auch anders sein im Regenwald (vor allem in der Regenzeit): es regnete! Und zwar so richtig. Aber jetzt kenn ich Pflanzen die man als Gürtel verwendet und wie man ihn herstellt, diverse Heilpflanzen und weiß dass in Bambus Wasser enthalten ist. Auch sonst erzählte Juan ziemlich viel von seinem Indianerleben. Übrigens sollte man nach einer durchzechten Nacht im Wasserfall baden, dann hat man kein Kopfweh. Nach 3 Stunden im Wald waren, wir durch und durch nass, selbst meine Regenjacke hielt diesem Regen nicht stand. Aber das war nicht weiter tragisch, denn es war ja warm. Also weiter zu diesem Dorf. Dort gibt es normalerweise ziemlich viele Affen, aber die sind wohl etwas regenscheu und so konnte ich nur ein paar wenige bei ihrem „Stadtleben“ beobachten. Wir wollten eigentlich nicht lange bleiben, aber die Rückfahrt gestaltete sich etwas schwierig. Denn durch all den Regen war mein Geld aufgeweicht, und wurde leider von niemandem akzeptiert. Und so machten wir uns zu Fuß auf den Weg (3/4 Std. mit Bus) und hofften irgendwann von einem Camioneta aufgegabelt zu werden. Naja und so nach 1 Stunde kam dann auch schon einer. Und so fuhren wir zusammen mit Bananen, später auch noch Yukka und Orangen zurück nach Tena.

Den nächsten wieder sonnigen Tag verbrachte ich wieder mit faulenzen und einem Besuch im Parque Amazonico, wo es ein paar Tiere im Käfig zu bestaunen gibt und ein lustiger Ameisenbär (ich glaub das Tier heißt so) einen fast den ganzen Weg begleitet. Und am späten Nachmittag machte ich mich zusammen mit Juan auf den Weg zu einer weiteren Exkursion und als Finale zum Schwimmen im Fluss. Naja wie solls auch anders sein, als wir am Strand waren begann es zu regnen. Aber der Fluss war richtig schön warm, so dass mich nichts vom Baden abhielt. Trocken wurde ich allerdings erst wieder im Hotel.
Den heutigen Tag verbrachte ich dann mal wieder im Bus, aber es war meine letzte Busfahrt – und es war echt erstaunlich wie gut die Straßen waren. Es war mal wieder super schön anzuschauen, wenn man durch die diversen Vegetationszonen fährt, immerhin liegt Quito wieder auf 3000 Meter.

Mal schaun was ich jetzt auf meinen letzten Tagen noch so erlebe. Ich sag schon Hasta luego.

Viele Grüße
Vroni

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