Holá und Hello!
Ich melde mich heute aus dem bergigen Huaraz (wo’s natuerlich regnet!), um euch von meinen letzten Tagen in Lima zu berichten.
Ich verbrachte dort 5 Tage. Ich dachte es wäre wärmer und ich könnte auch mal an den Strand gehen, aber im Winter ist es dann doch ein wenig kälter, als es noch vor 3 Monaten in Lima. Ok, T-Shirt war doch angesagt.
Ich kam ja gleich mal in der Früh um 6 an, nach dem ich die Nacht mal wieder im Bus verbracht habe. Die Hotelsuche war erfolgreich und für Lima-Verhältnisse supergünstig und es gab sogar kostenloses Internet. Da gab ich mich auch damit ab, dass noch 3 andere in meinem Zimmer waren. Dann gings aber los: Ich traf mich gleich mal mit Evi (die mich damals in HVCA besuchte) und wir gingen Café trinken. Die Preise waren schon ein kleiner Schock, aber wir waren auch nicht im billigsten Laden. Evi überbrachte mir dann erstmal eine rießen Überraschung aus HVCA: Eine CD von Raymi (die wollte ich mir noch kaufen, gabs aber grad nicht) und eine DVD mit Filmen von diversen Aktionen. Und dann machten wir uns gemeinsam auf den Weg in Angelos Arbeitsstelle – und das war dann doch ein kleines Abenteuer. Wir wussten den Namen der Haltestelle und 2 Busnummern die dort hinfuhren. Aber die kamen einfach nicht, und so begannen wir jeden Bus zu fragen ob er dorthin fährt. Nach 20 Minuten fanden wir einen der angeblich in die Nähe fährt und wir sind mitgefahren. Nach ca. 45 Minuten wurde uns mitgeteilt, dass wir jetzt aussteigen sollten und es nicht mehr weit ist. Gut wir stiegen aus – und fragten mal vorsichtig verschiedene Leute wo wir hin sollten. Und sie schauten sich fragend an und meinten wir sollten mit einem anderen Collectivo mitfahren. Also begannen wir wieder jedes anzuhalten und zu fragen – und welch ein Glück, das 3. war’s dann auch schon – und nachdem wir nochmal 30 Minuten gefahren sind, waren wir auch schon da. Später wurde uns erklärt, dass es nicht die sicherste Gegend ist, aber es ist ja alles gut gegangen.
Anggelo arbeitet bei INFANT. Das ist eine Organisation die die NATs unter anderem mit Ideen unterstützt und in derem Büro auch die nationale Vertretung der NATs beheimatet ist. Wir durften alle Büros anschauen und hatten anschließend ein kleines Treffen mit einem der „nationalen NATs-Vorstände“ und div. anderen Vertretern. Somit haben wir jetzt nochmal einen kleinen Einblick in die NATs-Konstruktion aus höherer Ebene erhalten.
Dann gings aber zurück: Diesmal mit Angelo und dem Taxi, was nur ne halbe Stunde dauerte. Und wir fuhren gleich in das Zentrum. Und wo gingen wir hin? In die Bar Munich! Und was gehört zu München? Weissbier! Ja genau und das leistete ich mir, ein Erdinger Weissbier! Dass es made in Peru ist, hab ich erst gelesen als ich’s ausgetrunken hatte. Am Abend traf ich mich dann mit den 2 Holländerinnen und einer Engländerin die ich in Arequipa kennengelernt hatte. Wir waren fein essen – und das kann man in Lima ganz bestimmt! – und anschließend in ne Kneipe, wo noch 2 Peruaner und 1 Kanadierin hinzukamen. Somit waren wir jetzt ziemlich vielsprachig und ich musste mein Englisch endgültig auspacken, denn da die Peruaner auch Englisch konnten war das jetzt unsere Sprache. Gemeinsam gings dann weiter in eine Karaoke-Bar, und von dort in eine Disko. Ja der Lima-Einstand war geglückt.
Am Donnerstag traf ich mich dann nach einer kurzen alleinigen Erkundungstour in Miraflores (Stadtteil in Lima) nochmal mit den Holländerinnen. Eigentlich wollten wir an Strand, zumindest das Meer sehen, aber es war so neblig, so dass auch das kaum möglich war. Also gingen wir doch in den Markt, wo es typische peruanische Sachen gibt. Denn Linda und Monique brauchten noch ein paar Mitbringsel und dann gings wieder lecker essen, bevor ich mich von ihnen verabschiedete und sie sich auf den Weg nach Holland machten. Also begab ich mich weiter auf Erkundungstour in Miraflores. Geschäfte gab es genügend. Richtig tolle, selbst ein Einkaufshaus vergleichbar mit Kaufhof. Nur leider waren die Preise auch damit vergleichbar, außerdem hatte ich zu derzeit keinen Platz im Gepäck. Am Abend traf ich mich dann wieder mit Anggelo und Evi zum Essen bevor wir in ne Disko fuhren. Natürlich wieder mit dem Taxi. Ich bin noch nie so oft Taxi gefahren wie in den letzten Tagen.
Dann hieß es erstmal ausschlafen, bevor ich mich auf den Weg in die Innenstadt machte. Ich bevorzugte ein Collektivo, was zwar länger brauchte, aber billiger ist. Und ich finds einfach viel interessanter das peruanische Leben mitzubekommen als in einem sterilen Taxi alleine zu fahren und mich vom Taxifahrer ausfragen zu lassen. Die Innenstadt besteht noch aus vielen Häusern aus der Kolonialzeit, hat viele Kirchen und viele tolle Plätze. Aber das tollste überhaupt war, dass ich den Präsidenten gesehen habe. Darüber wurde ich dann von so manchem Peruaner beneidet. Es fand nämlich in den Bergen eine Autoralley statt und der Startschuß wurde auf dem Plaza de Arma vom Präsidenten gegeben. Außerdem tanzte eine Gruppe aus HVCA, was ich ziemlich witzig fand – mal wieder ein bisschen HVCA-Luft schnuppern. Am Abend traf ich mich auch schon wieder mit Evi und Anggelo zum Essen bevor ich mich von Evi verabschiedete, denn sie machte sich auf den Weg zum Flughafen. Zum Glück hatte sie in ihrem Gepäck noch ein bisschen Paltz, so dass mein Gepäck jetzt wieder etwas leichter ist und ich wieder shoppen kann. Ich traf mich dann wieder mit ein paar Bekannten und fuhr mit ihnen auf ein peruanisches Fest (ich würds mal mit einer Open Air Party bei uns vergleichen). Manchmal ist es schon toll peruanische Freunde zu haben, denn so spart man sich den Eintritt von 80 Sol bei dem alles inklusiv ist.
Am nächsten Tag musste ich dann erstmal Busticket besorgen, was in Lima nicht so einfach ist wie in den anderen Städten. Dort gibt es kein Büro die über alle Busgesellschaften bescheid wissen, sondern man muss von einem Büro ins andere Laufen. Ziemlich mühsam und ich war froh dass mich Diego, ein Freund der Engländerin der auch in Arequipa dabei war, begleitete. Mit ihm wagte ich mich dann auch noch in den Markt, wo ich eine schon lang gesuchte CD fand. Immerhin fuer 2,50 Sol ! ! ! Am Abend bin ich dann noch mit ein paar Leuten ins Kino und hab mir Pathfinder angeschaut. So spannend kanns nicht gewesen sein, denn wir haben alle den Großteil verschlafen. Ja auch ein Kino gibt es in Lima, nein nicht nur eins gleich mehrere. Ich war in Miraflores und somit muss sich das Dachauer Kino anstrengen mithalten zu können. Miraflores ist allerdings das Grünwald von Lima. Es ist schon faszinierend wie sie es geschafft haben, zwischen all die schönen alten Häuser hässliche Wolkenkratzer zu bauen – ja der Stadtteil kann auf jedenfall mit europaeischen Städten mithalten.
Ja dann war mein Aufenthalt in Lima auch schon wieder um.
Schöne Tage, viele Gruesse
Eure Vroni