Lima, Huancayo

So hier bin ich wieder! Mittlerweile bin ich in Huancavelica angekommen, doch bis es soweit war hab ich doch so manches erlebt.

Gestern hab ich in der Frueh Augusto, seine Lebensgefaehrtin, Santurino und Pable kennengelernt. Das treffen hat ganze 10 Minuten gedauert und dafuer musste ich extra um halb 9 aufstehen! Und von wegen unpuenktlich Sueamerikaner: sie waren eine viertel Stunde zu frueh.

Danach hab ich mich erstmal auf den Weg gemacht Miraflores zu erkunden. Mirafloresist vergleichbar mit Gruenwald. Ich hab das Meer entdeckt, den Parque del Amor, war in einem Einkaufszentrum vergeblich auf der Suche nach Getraenken, war das erste mal Geldtauschen und habe dann doch noch einen Supermarkt gefunden. Dann war der Vormittag auch schon wieder um.

Um 13 Uhr traf ich mich wieder mit Augusto, Santurino und Pable. Wir machten uns auf dem Weg zum Mittagessen. Es gab gleich mal Chicha. War ich froh als ich sah, dass das kein bolivianischer Chicha war. Dieser Chicha war rot und schmeckte aehnlich wie Gluehwein. Echt lecker. Dann gabs Cebicha fuer alle. Mir schmeckt es leider so gar nicht. Ist kalter Fisch und schmeckt ziemlich nach Zitrone. Und dann noch Reis mit Haehnchen. Fuer mich war es viel zu viel also wurde kurzerhand der Rest fuer spaeter bettelnde Kinder mitgenommen. Dann ging es auf Stadtrundfahrt mit Augustos Auto. Und dann auch schon mit dem Taxi in Huancaveliva. Taxi – wir hatten einen Computer dabei. Den hat die KLJB Dachau gespendet und ich soll deshalb vielen Dank sagen. Dadurch geniese ich eben auch ein bischen Komfort. So sitze ich jetzt vor diesem neuen Computer, der immer noch in der Folie ist und auch nicht ausgepackt wird, weil er doch neu ist! Und wir sind eben Taxi und nicht Bus gefahren. 5 Stunden, 300 km. Aber bis wir los fuhren haben wir erstmal 1 1/2 Stunden gewartet damit wir noch einen vierten gefunden haben, damits billiger wird. Die erste Etappe sollte bis Huancayo gehen und dann mit einem anderen oder doch mit dem Bus nach Huancavelica. In Huancazo war aber der letzte Bus weg, und weil es schon 23 Uhr war wurde bei den Taxis kurzerhand Nachtzuschlag verlangt. Statt 70 Soles 250! Das war zu teuer und so nahmen wir ein Hotelzimmer. Heute dann erstmal eine Stadtfuehrung in Huancayo. Dann weiter mit dem Taxi wir hatten ja den Computer und da macht es auch nichts aus, dass es 100 Euro kostet, weil kein vierter Passagier gefunden wurde. Nochmal 4 1/2 Stunden, diesmal teilweise mit Feldstrassen wie ich sie mir vorgestellt hab. Teilweise mussten wir auch warten, weil gerade Strassen geterrt oder bewaessert wurden. Aber jetzt bin ich angekommen.  Und nachdem ich versucht habe mich an die Hoehe zu gewoehnen von Kindern umgeben, die den Computer bestaunen. Ich teile mir das Klo mit den Kindern und wie die kleinen halt so sind gehen sie einfach rein. Und so ist mitlerweile mein weisser Hintern das Gespreach Nummer eins.
So dann hoer ich jetzt auch wieder auf und werd mich gleich noch an den Fotos versuchen.
Viele Gruesse und meldet euch ruhig.

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