Cusco

Hallo hier meld ich mich wieder! 

Diesmal aus Puno um euch von Cusco zu berichten, das ich heute frueh verlassen habe. Aber erst musste ich ja von Ayacucho aus nach Cusco gelangen. Wie? Natuerlich mit dem Bus. Und das hat 2 Tage gedauert, weil ich es in 2 Etappen gefahren bin. die Erste Etappe bis Andahuaylas (ca. 12 Stunden) war wunderschoen. Ich bin durch verschiedene Flora und Fauna gefahren. die LAndschaft hat sich wirklich dauernd veraendert: von Kakteen, Steppe, Orangen-/Bananen-/Papayabaeumen bis hin zu Kartoffel- und Maisplantagen war alles dabei. Die 2. Etappe, die eigentlich nur 10 Stunden dauern sollte hat dann aber doch 17 Stunden gedauert! warum? Weil ein LKW umgekippt war. Die Ladeflaeche hing den Ranken runter, der „Kopf“ war noch auf der Fahrbahn und zwar so, dass kein Fahrzeug mehr vorbei kam. Also mussten wir 7 Stunden warten, wobei das peruanische Arbeitstempo da auch ein wenig dazu beigetragen hat. Erst den LKW entladen, dann den Berg abtragen, mit der Hoffnung dann kommen wir vorbei. Nachdem wir aber doch zu lang waren, entschloss man sich nach 5 ! ! ! Stunden den LKW aufzustellen. Per Hand, mit Hilfe einer Seilwinde, einem anderen LKW und den Baeumen (die aber reihenweise umknickten. Aber es gelang und ich kam an. Cusco an sich ist eine schoene Stadt mit netten kleinen Gassen und Plaetzen. Und gaaanz vielen Geschaeften, wodurch ich jetzt endlich eine Panfloete und eine Tasche hab. Allerdings gibt es auch super viele Turisten, weshalb ich froh bin jetzt weg zu sein. Es ist schon traurig, wenn man spanisch spricht in einem spanischen Land und von niemandem verstanden wird! Ich hatte mit Evi und Beate zwei wunderbare Stadtfuehrer, so dass ich doch so einiges von Cusco kennenlernen konnte. Aber an meinem 2. Cusco-Tag bin ich mit Rike erstmal nach Urubamba gefahren um zu Salzbecken zu wandern. Irgendwie haben wir den Reisefuehrer falsch gelesen und so mussten wir statt 3 Stunden 5 Stunden wandern. Tja selber schuld, aber es war trotzdem ein lustiges Erlebnis. Denn es war schoen warm und wir sind auf einem Bahngleis entlang gewandert. Nachdem es kurz davor geregnet hat sind wir auch ziemlich im Schlamm versunken. Anschliessend habe ich mich auf den Weg nach Aqua Caliente, dem Ausgangsort fuer Machupicchu gemacht. Erst musste ich mit dem Collectivo nach Ollata, wo ich eine alte Inkaruine besichtigte – und MEINEN Berg sah! Wisst ihr dass ich vor 50 Jahren als erste Frau einen Berg bestiegen hab? Naja jedenfalls heisst er „Cerro Veronica“. Von Ollanta aus ging es mit dem Zug weiter. Es war eine sehr kurzweilige Zugfahrt nachdem ich noch am Plaza einige Chilenen, Argentinier und Kristin (deutsche) kennenlernte. Wir verbrachten auch den Abend gemeinsam, wo wir gleich feststellen durften, dass fast alles mind. doppelt so teuer ist als in Cusco. Am Montag gings dann hoch auf den Machupicchu. Dafuer musste ich bereits um halb 5 aufstehen. Immerhin waren Kristin und ich dann die ersten am Eingang! Das war echt ein beeindruckendes Erlebnis am Aussichtspunkt zu stehen und die menschenleere Inka-Stadt vor sich zu haben – nur ein paar Rasenmaeher stoerten die Ruhe. Es war echt toll zu sehen wie sich langsam die Nebelfelder verzogen und die Sonne rauskam. Nach einer englischen Fuehrung (der wir uns einfach anschlossen) bestieg ich noch zusammen mit den Chilenen, die ich zufaellig wieder traf den Waynapicchu, was ungefaehr 2 Stunden dauerte. Und dann gings wieder zurueck nach Aqua Caliente. Weil ich aber nicht nochmal Busfahren wollte und auch ein bisschen Inkatrail gehen wollte, bin ich 1 Stunde Treppen bergab gestiegen. Und dann gings leider auch schon wieder zurueck nach Cusco, wo ich dann noch den Dienstag verbrachte. An dessen Abend gings mit Beate dann erstmals seit langem 😉 wieder in eine Disko. Leider liefen fast keine peruanischen Lieder, aber so ist das eben in einer Turistenstadt. Man kann sich nicht vorstellen, wie billig das in cusco ist. Man muss sich nur auf den Plaza stellen und schon hat man jede Menge Gutscheine fuer Freigetraenke. Wir konnten sie gar nicht vertrinken – aber lustig wars. Und das Bett hab ich an dem Abend nicht mehr gebraucht, denn bereits um 7 musste ich zum Bus nach Puno. Und nun ein Aufruf an alle: Es werden zur Zeit die 7 neuen Weltwunder gesucht! Machupicchu steht auch zur Auswahl! Waehlt doch mal. Na gut, dann wuensch ich euch mal wieder schoene Tage bis zum naechsten Mal – dann aus Copacabana.

Viele Gruesse Vroni

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