Hallo liebe Leut!
Das Reisen hat begonnen! Mittlerweile bin ich gut in Cusco angekommen und hab auch Strom 😉 Das war naemlich in Andahuaylas (da hab ich uebernachtet um nicht 22 Stunden Busfahren zu muessen) anders. Aber nun gut erstmal zu Ayacucho. Die 8 Stunden Busfahrt waren echt toll aber auch etwas kurios. Wir, d.h. Evi und ich, sind durch die reinste Winterlandschaft gefahren, somit kam ich doch noch ein bisschen in den Wintergenuss im Winter 07. Ausserdem vorbei an der Laguna Choclococha, der groessten Laguna der Region. Irgendwann haben wir in einem Dorf, besser gesagt Kaff, gehalten. Und das war richtig seltsam: Da waren naemlich 3 Maenner an jeweils einen Laternenpfosten gefesselt – und das schon die ganze Nacht ueber. Spaeter haben wir erfahren, dass das jeder Dieb, Verbrecher,… durchstehen muss, weil es kein Gefaengnis gibt. Ansonsten war die Fahrt nicht weiter spektakulaer und einen Grossteil haben wir wohl auch verschlafen. Aber dann waren wir ja in Ayacucho – der Stadt der Mototaxis. Ich war erstmal voll geschockt von diesem vielen Verkehr und der stickigen verpessteten Luft. Und dass die Leute mich auf einmal als Tourist behandeln – bis jetzt war ich ja einer von ihnen, nachdem mich ungefaehr ein jeder kannte. Auch landschaftlich ist es anders. Ayacucho ist nicht ganz so eng von Bergen umgeben, das sind in meinen Augen nun eher Huegelchen oder Berge nach deutschem Verhaeltnis. Aber es war verdammt warm, und ich hab das erste mal meine Sandalen ausgepackt, denn die traegt in Ayacucho jeder. Evi hat mich dann erstmal in die Baustelle des CASASENI eingefuehrt. CASADENI ist das selbe Projekt nur um einige Dimensionen groesser, wie meins in HVCA und ist im Moment eine riesen grosse Baustelle, auch wenn es schon seit Wochen eroeffnet werden sollte. Wenn es mal fertig ist, schaut es aber bestimmt toll aus. Und dann gings los, zur Stadterkundung – verdammt waren da viele Leute in der Fussgaengerzone (mit richtigen Kleidungsgeschaeften und nicht nur Second-Hand-Shops) – vergleichbar mit dem Marienplatz zur Rushhour. Von den 37 Kirchen hab ich vielleicht die Haelfte gesehen und 4 von innen – alle anderen waren so wie jede peruanische Kirche geschlossen. Leider haben sie naemlich nur zu Gottesdienstzeiten auf. Ausserdem hab ich mal wieder gewaschen, und genauso wie in HVCA, hat es mir wieder alles angeregnet. Essen waren wir mit zwei Baustellenarbeitern: einmal pollo und einmal beim Chinesen, so wie immer halt. Spaetstens da durfte ich aber feststellen, dass es doch etwas teurer ist. Anschliessend haben wir bei ner Kraeuterhexe Moliente (eine Art Kraeutertee) getrunken und den Abend auf dem Plaza ausklingen lassen – selbs da waren noch jede Menge Leute unterwegs. Am zweiten Ayacuchotag hab ich am Vormittag erstmal einen Einblick ins Projekt bekommen: Die Kinder kommen eigentlich nur zum Hausaufgaben machen. Und das sind im Moment nicht viele, weil ja noch Baustellenbetrieb ist. Und am Nachmittag auf einen Aussichtspunkt – das wohl typischste touristische in Ayacucho – so mit Nobelrestaurants, Verkaufslaeden,… Ausklingen haben wir den Abend im Buero von der Cheffin lassen, indem sie uns ein wenig Tanzunterricht in Saya gegeben hat – naja ein wenig ESPARTA-Ersatz. Im ganzen waren es zwei gemuetlichere Tage, was auch mal nicht geschadet hat. Soviel zu Ayacucho. In Cusco bin ich noch bis naechsten Mittwoch, wobei ich natuerlich auch einen Tag zum Macchupicchu fahr. Naeheres dazu gibt es beim naechsten mal. Fotos gibt es ganz bestimmt auch bald wieder. Hab nur gerade mein fotokabel nicht hier, weil ich nicht dachte dass dieses Internetcafe (das billigste) in einem Hinterhof so schnell ist. Also gut dann wuensch ich euch mal wieder ne schoene Zeit. Gruesst mir alle ganz lieb.
Viele liebe Gruesse Vroni