Incañan – Macchupicchu von HVCA

Hallo meine Lieben!

So nun ist es endlich fix: Ich werde bereits am 27.3. in der Frueh um halb 5 hier abreisen und meine Reise beginnen. Das wollte ich euch gleich schon mal mitteilen. Aber bis dahin ist ja doch noch ein bisschen Zeit. Die letzten Tage waren alle nicht besonders aufregend. Ausser der letzte Sonntag, als wir bereits um 8 (geplant war 7) nach Incañan gefahren sind. Alle mit recht kleinen Augen, nach nur 2 Stunden Schlaf, nachdem Alex (Tuersteher vom Esparta) in seinen Geburtstag reingefeiert hat. Auf dem Weg mussten wir dann allerdings eine einstuendige ungeplante Pause einlegen, weil wir stecken geblieben sind. Warum hat niemand so recht verstanden, denn eigentlich war die Strecke trocken, nur ganz rechts war ein kleines Baechlein. Aber weil Saturnino immer jedem Schlagloch ausweichen moechte sind wir eben darin gelandet. Aber wir sind dann nach 3 Stunden ja doch noch in Incañan angekommen. Das ist ein kleines Doerflein mit ca. 50 Einwohner, in dem es nur fuer wenige Haeuser fliessend Wasser gibt. Die anderen Einwohner muessen sich mit dem kleinen Wasserrinsal aus dem Dorfbrunnen begnuegen. Aber die eigentliche Turistenatraktion sind ein paar Steine und Mauern. Diese stammen aus der Inkazeit, weshalb sie den Platz auch als Machupicchu von Huancavelica bezeichnen. Touristen muessen uebrigens 3 Sol Eintritt bezahlen, Peruaner 1 Sol. Ist ja in Ordnung, aber man muesste erstmal irgendwo erwaehnen, dass es diesen Platz gibt. Und so verirren sich durch mehr oder weniger Zufaelle im Schnitt 10 Touristen nach Incañan. Danach sind wir weiter nach Antacoccha. Die Haeuser verteilen sich ueber viele Kilometer. Auch hier gibt es nicht fuer alle Wasser. Das erstaunliche war aber doch, dass die Kinder nahezu kein Spanisch, sondern nur Quechua sprechen. Das liegt daran, dass es zwar eine Schule gibt, und hin und wieder auch ein Lehrer kommt, aber der dann meist nur Spanisch spricht und die Kinder somit nichts verstehen und lernen koennen. Somit konnte ich mich mit den Kindern auch nicht verstaendigen. Ein ca. 2-jaehriges Kind hat bei meinem Anblick vor Schreck angefangen zu weinen und sich erst wieder beruhigt als die grosse Schwester kam. Diese hat mich aber mit ungefaehr genauso skeptischen Augen betrachtet. Aber in solchen Situationen helfen dann doch immer wieder Bonbons weiter, die ich immer dabei habe. Der eigentliche Grund, weshalb wir in diesem „Dorf“ waren, war ein Fussballtunier. Es gibt in dieser Region auch NATs, die gegeneinander angetreten sind. Wir haben die Preise mitgebracht: Cola, Bonbons, Kekse und ein Ball. Fuer jede Mannschaft das gleiche. Der Fussballplatz ist ein Bolzplatz mit zwei verschieden grossen Toren und geht auf einer Seite bergauf! Schiesst man zu weit, ist der Ball erstmal verloren weil er viele Meter hinunter rollt. Und die Kuehe koennen auch mit spielen. Apropos Kuh: Eine Familie hat 2-4 Kuehe. Jede Kuh gibt 3-4 Liter Milch am Tag, woraus Kaese und Butter nahezu ausschliesslich fuer den Verkauf produziert wird. Seit Montag gebe ich nun dreimal in der Woche (Mo, Mi, Fr) Deutsch, falls die Kinder auch wirklich kommen. Jetzt koennen sie schon begruessen, sich vorstellen, Zahlen, Farben und Tiere. Und somit spielen wir jetzt immer wieder UNO auf deutsch, was total lustig ist. Ansonsten hab ich ziemlich viel Zeit auf dem grossen Platz verbracht und dort mit den Schuhputzjungen geratscht oder mit ihnen rechnen geuebt. Dafuer bringen sie mir Quechua bei:-) Eigentlich waere ja jetzt wieder Schule, aber weil sie noch nicht genuegend Geld fuer ihre Schulsachen verdient haben, muessen sie den ganzen Tag Schuhe putzen.

Also dann Viele Gruesse und bis zum naechsten Mal.

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