Hallo liebe Leut!
Ja jetzt hats mich doch nochmal in die Berge gezogen und bin deshalb mal wieder 10 Stunden im Bus gesessen, diesmal tagsüber weil ich was sehen wollte. Naja ich hab dann doch überwiegend den Schlaf vorgezogen. Ich dachte ja, dass es mir nichts ausmacht mal schnell wieder auf 3000 Meter zu fahren, nachdem ich so lange auf dieser Höhe war – aber ich war wohl doch zu lange in Lima. Und so ließ ich es „ruhiger“ angehen.
Am ersten richtigen Tag machte ich eine Tour zum Pasturi-Gletscher, dafür saß ich aber wieder 3 Stunden im Collektivo. Unser Guide war aber echt gut. Es war wohl das erste mal, dass ich das behaupten konnte. Auch die Gruppe war mit 8 Letuen überschaubar. Auf dem Weg zum Gletscher kommt man an ganz seltenen Pflanzen vorbei: Puyo Raimondi, das ist eine Kaktusart deren Blüte bis zu 20 Meter hoch werden kann, aber nach der Blüte stirbt die Pflanze. Aber der eigentliche Höhepunkt war der Gletscher. Immerhin ist der höchste Punkt auf 5300 Meter. Bis 4600 wird man gefahren, dann kann man noch 300 Höhenmeter reiten, wobei ich dann doch den halbstündigen Fußmarsch vorgezogen hab. Und dabei bin ich schon ins Schnaufen gekommen, aber es ging ja noch ne halbe Stunde weiter und die letztern Hundertmeter durch den Schnee. Wow ich wusste gar nicht dass mein Herz so schlagen kann. Aber der Abstieg ging umso schneller, v.a. weil es richtig kalt wurde und sogar zum Schneien begann. Und somit hatte ich heuer doch noch Schnee, wenn auch nur ein bisschen und dazu auch noch Gletscherhöhlen.

Am zweiten Tag machte ich gleich nochmal ne Tour, allerdings, weil sich mehr Leute beteiligten, in einem großen Bus, und sie war mehr Kultur. Ich fuhr zur alten Stadt Chivay, was heute nur noch Ruinen sind. Und selbst die Ruinen sind entweder restauriert oder kaum mehr erkennbar, weil 1970 ein schweres Erdbeben die Reste zerstörte.
Eigentlich wollte ich auch noch zu einer Lagune wandern, aber davon wurde mir abgeraten, weil es so kompliziert sein sollte, zum Ausgangspunkt zu kommen. Somit habe ich das Vorhaben gecancelt und machte mich am nächsten Morgen auf den Weg nach Trujillo. Ich hatte auch schon ein Busticket für einen großen Bus – doch es kam ein kleines Collektivo! Und in dem sollte ich jetzt 8 Stunden fahren ??? Zum Glück traf ich in diesem Kombi Burghard, einen Deutschen, der mir auch noch erzählte dass er zur Lagune 69 wandern möchte. Nach ein bisschen hin und her überlegen, bin ich in Caraz mit ihm ausgestiegen, hab mein Ticket verkauft und mich mit ihm dorthin auf den Weg gemacht. Erst fuhren wir nochmal zu 12. im Taxi zum Ausgangspunkt und dann gingen wir los – mal wieder auf 4000 und mehr Höhe. Man geht ne 1/4 Stunde und kommt 100 Meter und braucht ne Pause. Irgendwie war ich an dem Tag nicht wirklich gut drauf, und weil wir ziemlich bald wussten dass wir es nicht bis zur Lagune schaffen, machten wir noch mehr Pausen und genossen die Landschaft mit den zahlreichen Wasserfaellen.
Am nächsten Morgen machte ich mich dann auf den Weg nach Trujillo. Dazu aber ein andermal.
Liebe Grüße
Vroni