Bin wieder zurueck in Huancavelica. Ja doch der 2-Tages-Tripp nach Huancayo war schon ein Erlebnis. Wir (Santunino, Pabel, Angel und ich) sind am Freitag puenktlich ! ! ! um 13 Uhr weggefahren, damit wir so um 5 dort sind. Aber bereits nach 1 Stunde Fahrt hiess es das erste Mal warten bis die Baustelle geraeumt ist. Das war nach unspektakulaeren 15 Minuten auch schon geschehen, also kann die Fahrt janun wirklich beginnen. Hm dachten wir! Nach einer weiteren Stunde Fahrt hiess es wieder „warten bis die Baustelle geraeumt ist“. Diesmal aber mit einer konkreten Zeitangabe: bis 18 Uhr! Und somit kenne ich nun auch das mit ca. 10 Haeusern doch ziemlich unspektakulaere Dorf Huando. Doch wir durften feststellen, dass unser Benzintank undicht ist, und wir innerhalb kuerzester Zeit eine riesige Lache Benizin vorfanden. Aber das ist ja kein Problem: Mit Hilfe einer Zange, einer Tuete und Papier war er wieder dicht. Verhungern mussten wir auch nicht: Immerhin gibt es ja ueberall die „fliegenden Verkaeuferinnen“, so dass wir reichlich mit Kaese, Kartoffeln und Mais versorgt wurden. Endlich mal wieder richtige Kartoffel! Nachdem Peruaner zwar meist sehr unpuenktlich zum arbeiten anfangen, aber doch seeeeehr ueberpuenktlich aufhoeren, konnten wir die Fahrt auch schon um 17:30 fortsetzen, so dass wir ohne Unterbrechungen um 19:30 in Huancayo ankamen. In den 2 1/2 Stunden kamen ganze 15 Fahrzeuge! Und das auf einer Hauptverbindungsstrecke! In Huancayo verbrachte ich den Samstag Vormittag und Mittag in einer Hinterhofwerkstatt. Eigentlich wollten wir zu einem richtigen Autohaus, das wollte unser Auto aber nicht reparieren, weil es kein Original-Nissan ist. Und weil man, wenn man in Peru sein Auto in die Werkstatt gibt, dieses nicht alleine laesst, weiss ich nun was ein Oel- und Benzinfilter ist, wie man Oel wechselt, den Benzintank reinigt und irgendwas an der Achse rumschraubt. Die Filter musste man aber erst noch kaufen, so war ich auch noch in den jeweiligen Geschaeften. Endlich alles gerichtet, also los in die „Waschanlage“ zur Motorwaesche. Dann sind wir in ein „Touristenrestaurant“ zum Essen, wo ich das erste mal Pachamarka (Bohnen, Kartoffel, Rindfleisch, Maismehl-Zucker-Pampe) gegessen habe. Ih war irgendwie der Meinung, dass wir jetzt die Stadt erkunden, aber aber… Wir mussten doch noch einen neuen Teppich fuer den Kofferraum kaufen, der abwaschbar ist, weil man festgestellt hat, dass man den Originalen nicht reinigen kann. Staubsauger haben wir nicht! Fuer das Amaturenbrett braucht man auch noch einen Teppich, damit es nicht staubig wird, bei all dem Staub. Und damits jetzt auch noch gut riecht im Auto, braucht man noch einen Duftbaum. Jetzt aber- jawoll endlich zum Cerro de la Libertad, einem Platz, von dem man ueber ganz Huancayo blicken kann. Nachdem wir den ganzen Tag super Sonnenschein hatten, war es noch umso schoener. Leider gab es dort auch einen Tierpark, in den ich jetzt natuerlich auch musste. Warum leider? weil suedamerikanische Tierparks einfach nicht sehr schoen sind, wie ich bereits in Bolivien erfahren habe. Die Tiere haben ueberhaupt keinen Platz um sich bewegen zu koennen, laufen auf puren Beton, keine Baeume,… und das alles angeblich nur, damit die Besucher die Tiere besser sehen koennen! Tja und dann ging’s auch schon wieder in Richtung Huancavelica. Doch auch diesmal wieder mit Unterbrechungen. Erst mussten wir unsere Reifen aufpumpen, die hatten alle zu wenig Luft. Ja und dann kamen wir an eine Verkehrskontrolle – und nachdem unsere Windschutzscheibe einen riesigen Sprung hat durften wir erstmal nicht mehr weiterfahren. Wir versprachen, dass wir morgen in die Werkstatt fahren und zahlten ein wenig Strafe und so durften wir weiterfahren. Achja wo waren wir gleich wieder fast den ganzen Tag? In Izuchaca noch kurz zu Abend gegessen und einen armen Arbeiter mitgenommen und dann war die Reise auch schon um. Immerhin war ich fuer kurze Zeit mal wieder richtig sauber. Denn in dem Hotel hatte ich eine eigene total saubere Dusche mit richtig warmen Wasser. Hier trau ich mich ja aus Angst vor einem Stromschlag durch den Durchlauferhitzer immer noch nicht das warme Wasser anzumachen. Ja und weil der Ausflug ja doch was gekostet hat, habe ich heute meinen ersten richtig freien Tag. Den hab ich erstmal zum Waschen verwendet, weils total heiss und sonnig war. Doch leider hats dann am Nachmittag angefangen zu regnen, so dass meine Waesche nicht wirklich trocken ist. Na gut dann wuensch ich euch einen schoenen Tag.
Viele liebe Gruesse an alle