Adios Peru

Hallo liebe Leute!

Ja jetzt war es soweit – ich musste meinem doch mittlerweile äußerst liebgewonnenem Peru Adios sagen. und dafür wollte ich an das Meer um mich mal ein wenig zu entspannen. Aber wie so oft wurde daraus mal wieder nicht so viel.

Ich kam nach einer 10 stündigen Busfahrt in Trujillo an. Dabei verbrachte ich die ersten 8 Stunden Feldweg in einem Bus, wie man sich Busse normalerweise in Peru vorstellt: alt, eng, klapprig, Gepäck (auch mal eine Ziege) auf dem Dach. Dazwischen ein Halt an einer Raststätte zum Mittagessen, wo es nur cuy gab. Aber die Landschaft war einfach beeindruckend. Tiefste Schluchten. Die 2 Stunden von Chambote nach Trujillo waren dagegen äußerst unspektakulär mit bequemen Sitzen, DVD und auf der Panamericana.
Aber dann kam ich an: der erste Eindruck war schrecklich. Die Jugendherberge zu der ich wollte, hatte vor kurzem geschlossen. div. andere Hotels furchtbar teuer (25 dollar) aber ich fand für eine Nacht eine Unterkunft und beschloß, dass mich diese Stadt nicht länger sehen wird. Und ich wollte ja eh zum Meer. Also auf nach Huanchico, was nur 10 Minuten entfernt war. Dort fand ich eine Superunterkunft, und war auch noch gleich mit 2 Deutschen (Anja, Nicola) im Zimmer. Wir machten uns dann auch gleich mal (nach einer Stärkung mit Ceviche) auf den Weg zum Strand. Wir fanden auch eine nette Stelle am Strand, wo wir es uns gemütlich (soweit das bei all den dumme-Fragen-stellenden Peruanern möglich war) machten – jeder mit nem Reiseführer bewaffnet um die weitere Reise zu planen. Auf einmal (nach nur 1 Stunde) aber war es vorbei mit der Gemütlichkeit. Es kam ganz schnell und plötzlich eine Welle und da waren auch schon all unsere Sachen nass und sandig. Somit war auch unser Ausruhen vorbei, denn vorerst waren wir damit beschäfitgt unsere Sachen wieder einzusammeln und den Sand in den Büchern, Taschen, Klamotten,… loszuwerden. Den Abend verbrachten wir dann erst beim Mexikaner und dann mit ner Flasche Wein auf unserer Dachterasse.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zur alten Ruinenstadt der Chimos, Chan Chan, und zu 2 weiteren Tempel. Außerdem mussten wir doch noch nach Trujillo, weil die beiden nach Chiklayo weiter fuhren und ich mich nach den Fahrtzeiten nach Ecuador erkundigen musste. Mit Sonne und Wärme war es eh nicht so an dem Tag.

Und auch am dritten Tag war es nicht äußerst warm, zumindest in der Früh nicht. Und so machte ich mich auf den Weg zur Huanca de la luna, was eine Pyramide ist. Um von einem collectivo in das andere umzusteigen, musste ich aber doch noch mal nach Trujillo. Und so nutzte ich die Gelegenheit mir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, also Plaza, Kathedrale, Kolonialhäuser anzuschauen. Ja doch die Stadt macht dann tagsüber doch einen ganz netten Eindruck. Nach einer Führung in der Pyramide kehrte ich aber ganz schnell nach Huanchaco zurück um noch einen schönen Sonnenuntergang am Strand geniessen zu können. Die letzten Stunden verbrachte ich dann mit Kanadiern, Zimbabwer, Neuseeländer und Engländer in einem netten Restaurant, bevor um 23:45 mein Bus nach Piura fuhr.

Nach 6 Stunden in einem Bus, der ok war, kam ich in Piura an und musste tatsächlich erstmal 1 1/2 Stunden warten, bis es hell wurde. Erst dann durften wir (ich und alle Einheimischen) das abgesperrte Busgelände verlassen. Also auf zur nächsten Busstation, denn ich wollte ja nach Ecudaor. Dort musste ich nochmal 2 Stunden warten, bevor ich mich wieder 8 Stunden in einen Bus setzte. Diesmal wieder ein Bus mit Flugzeugsessel. Der Grenzübergang war zum Glück wieder kein Problem. Austeigen – Stempel in Peru – über die Brücke gehen – Stempel in Ecuador – einsteigen. In Loja wollte ich aber auch nicht bleiben und so fuhr ich nochmal eine Stunde mit nem Collectivo nach Vilcabamba wo ich jetzt bin. Das Collectivo war ziemlich überfüllt, nachdem gerade Schule aus war und ja noch dazu 2 Franzosen und ich mit Reisegepäck darin sassen.

Na gut, das war es also nun mit Peru und meinen Berichten dazu. Ich muss sagen, ein wirklich tolles Land mit äußerst verschiedenen Landschaften. Ich war ja nun fast überall: Sierra und Küste. Und nachdem ich alles mit dem Bus gefahren bin, konnte ich auch die Übergänge sehen. Die Leute sind überwiegend sehr nett, hilfsbereit und aufgeschlossen. Ja es ist ein armes Land – zumindest wird es immer wieder gesagt. Aber es ist nicht nur arm wie Huancaveliva, es gibt auch Gegenden die äußerst reich sind und auf jedenfall europäischen Standard haben wie Lima. Ich konnte vieles kennenlernen und habe viele Freunde gefunden, zumindest wenn ich meine gesammelten email-Adressen sehe. Die Selva fehlt und auch der Norden, in dem es noch so manches zu entdecken gäbe. Aber wer weiß, vielleicht habe ich irgendwann mal wieder die Gelegenheit hier in dieses tolles Land zu reisen. Deshalb sage ich nun HASTA LUEGO Peru.

Und zu euch sage ich: Nun viel Spass mit meinen letzten nichtmal mehr 3 Wochen und Erlebnissen hier in Ecuador.

Hasta luego
Viele Grüße
Vroni

Nach oben scrollen