Mal kurz in den Nachbarort Prince Albert

Heute Morgen wurden wir nicht von Valentina, sondern von den Vögeln geweckt, die sich vor unserer Zimmertür ein Nest bauen. Somit konnten wir uns recht frühzeitig auf den Weg zum Frühstück machen, wofür wir erstmal ein kurzes Stück über die Farm gehen mussten, um zur Rezeption und dem dortigen Frühstücksraum zu kommen. Es wartete ein so großes Buffet auf uns, dass man es fast nicht alles in der einen Stunde, in der es Frühstück gibt, essen konnte. Danach gingen wir mit Valentina zu den Hasen und streichelten einige der Tiere, da man in das Gehege durfte.

Um nicht zweimal am Tag im Restaurant der Farm zu essen, beschlossen wir einen kurzen Abstecher zum Mittagessen in das benachbarte Prince Albert zu machen. Auf der Karte gab es zwei Möglichkeiten dort hin zu kommen, die beide nicht sehr weit aussahen. Wir entschieden uns auf dem Hinweg für die Variante über den Swartberg-Pass, was wieder einmal Schotterpiste bedeutete und das nicht gerade wenig. 2015112413293100Fast 40 km ging es auf dieser Piste den Berg hoch und wieder runter durch atemberaubende Landschaft, die wir auch dank des sonnigen Wetters fast zwei Stunden sehr geniessen konnten. Natürlich machten wir ein paar Stopps und fotografierten die Aussicht. Die Strecke wurde bereits 1887 von einem „Strassenkünstler“ namens Thomas Bain gebaut, so beschreibt es unser Reiseführer und es ist der schönste Pass in Südafrika.

In Prince Albert angekommen, fuhren wir die einzige Straße entlang. Sie hatte zwar einige Wege, die von ihr abgingen, sonst aber nicht viel mehr. Der 2015112414194300Ort besteht eigentlich nur aus Unterkünften für Touristen mit oder ohne angeschlossenen Cafes, ein paar Geschäften, Kirchen, einer Polizeistation und einem Gefängnis, oder wie es hier heißt einer Correctional Unit. Außerdem gab es wieder Bäume deren Stamm mit rosa Stoff umwickelt ist, was wir auf unserer Reise schon oft gesehen haben. Mittlerweile wissen wir, daß das ein Zeichen für „Monat des Brustkrebs“ ist.

2015112414254500Bei einer Kirche blieben wir kurz stehen, da wir endlich mal eine von innen sehen wollten. Aber auch hier war die Türe wieder verschlossen. Deshalb gingen wir ein mal herum und fanden den Hintereingang offen und keinen Menschen weit und breit. Also sind wir doch noch reingekommen. Der Innenraum bestand nur aus Bänken, aber keinen weiteren Ausschmückungen.

Ein Stückchen weiter fanden wir dann ein sehr schönes Restaurant und beschlossen dort eine Kleinigkeit zu essen und Valentina ihr wohlverdientes Glässchen zu geben. Es war sehr gut besucht und außerdem sehr lecker und die Bedienungen zuvorkommend und tatsächlich mal in der Mehrzahl nicht schwarz. Wie wir es in Südafrika gewohnt sind kam auch hier wieder der Chef des Hauses persönlich an jeden Tisch und hat sich erkundigt, ob alles passt. Am liebsten wären wir noch länger sitzen geblieben, aber wir mussten ja wieder zurück und wussten nun, dass noch ein ganz schöner Weg vor uns liegt.

Auf dem Heimweg nahmen wir dann aber die zweite Variante, diesmal eine geteerte Straße, allerdings 40km weiter. Wieder ging es durch eine tolle Landschaft zurück nach Oudtshoorn. 2015112413292900Auf dieser Strecke sahen wir heute tatsächlich einige Paviane, obwohl wir hier nicht vor ihnen gewarnt wurden. Für diesen Weg (100 km) brauchten wir doch eineinhalb Stunden. Auch wenn wir länger im Auto saßen als geplant, war es wegen der tollen Landschaft beim Hin- und Rückweg und dem netten verschlafenen Künstlerdorf ein sehr schöner Sonntagsausflug.

Wieder zurück bei der alten Mühle, so heißt unsere Unterkunft, ging es nochmal zu den Hasen.2015112413292700 Valentina saß diesmal mitten unter den Hasen, da ein vierjähriges, deutsches Mädchen mit ihrer Mutter diese fütterte und Valentina daran teilhaben liesen. Sie hatte ihre grösste Freude und streichelte die Hasen mehr oder weniger zärtlich. Nach einem kurzen Snack spielten wir noch etwas Ball mit ihr auf der Wiese und das Mädchen machte Seifenblasen für Valentina.

Zum Abschluss des Tages gab es Straußen-Burger im Restaurant.

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