Bis ans Ende von Afrika – Kap der guten Hoffnung

Heute früh begaben wir uns das erste mal mit unserem Auto auf die Reise. Natürlich nicht ganz so früh wie geplant, aber mit einstündiger Verspätung sind wir um 10 los gekommen. Unser Auto ist ein Chevrolet und fährt sich gar nicht so schlecht. Nach kurzer Zeit hatten wir uns an „links fahren, rechts überholen “ gewöhnt und beim dritten Kreisel war es auch normal, dass wir „verkehrt herum“ fahren. Die Straßen sind in einem guten Zustand, vergleichbar mit deutschen Bundesstraßen. Nur das Schalten mit Links wird immer komisch bleiben.

DSC_5592Nach kurzer Zeit kam der erste Stopp in Muizenberg. Das Highlight dort sind bunte Strandhütten. Also machten wir einen schönen Strandspaziergang. Laut Reiseführer sollte man anschließend zu Fuß nach St.James gehen und die neu renovierten Häuserfassaden an der Strandpromenade bewundern. Nachdem wir möglichst schnell weiter wollten, machten wir das vom Auto aus und waren froh darüber, weil wir sie als nicht so sehenswert ansahen.

Nächster Stopp: Simon’s Town. Dort gibt es eine von zwei Brillenpinguin-Kolonien auf dem Festland. Nachdem gerade Mittagszeit war, nutzten wir die Gelegenheit am Strandrestaurant Fisch zu essen. Afrikanisch war das Fischcurry – div. Meeresfrüchte, leicht scharf in einem kleinen heißen Pot serviert. Weil es dann schon fast 14 Uhr war, entschieden wir uns doch nicht mehr zu den Pinguinen zu gehen. Schließlich hätten wir Eintritt bezahlen müssen, um sie aus der Ferne zu betrachten.

2015111122312200Aber wir wollten ja möglichst schnell zum eigentlichen Tageshighlight: Cape of  good hope und somit in den Table Mountain National Park. Erst mussten wir noch ein Stück mit dem Auto fahren. Dann machten wir eine kurze Wanderung (20 Min einfach) zum Cape Point – einem alten Leuchtturm. Es hätte auch eine Standseilbahn gegeben! Anfang des 20. Jahrhundert wurde ein neuer Leuchtturm gebaut, da der alte zu weit vom Meer entfernt war und somit bei Nebel zu viele Schiffe kenterten.

2015111122252900Anschließend sind wir zum Kap der guten Hoffnung gewandert. Zum Glück konnte ich Christian überzeugen, dass wir 1,5 Stunden noch Zeit haben, denn es war eine sehr schöne Wanderung durch niedrigwachsende Pflanzen und vorbei an Felsformationen mit herrlichem Ausblick auf das brausende Meer. Die Pflanzen sind überwiegend Sukkulenten, aber auch Geranien und Mini-Tag-und Nachtschatten haben wir gesehen und schwarze Eidechsen oder antrazithfarbene mit türkisen Kopf.

2015111122135300Das Kap selbst ist weniger beeindruckend: ein Schild und zahlreiche (Flip-flop)Touristen die u.a. mit Bussen angekarrt werden. Aber wer kann schon behaupten, er hätte am Ende der Welt ein Obstgläschen gegessen: Valentina kann es.

2015111122232200So jetzt aber zurück nach Kapstadt. Vorbei an einer Straußenfarm und einigen Slums, durch Alleen und Nobelgegenden, ging es immer entlang der Westküste. Außerdem mussten wir auf diesem Stück auch einen kurzen Pass fahren für den wir sogar Maut bezahlten. Bergab hatten wir dann auch noch ein paar verrückte Jugendliche vor uns, die auf ihren Longboards, ohne Schutzkleidung, den Berg hinunter saussten. Und nachdem es schon langsam Abend wurde, sahen wir noch einen schönen Sonnenuntergang.

 

 

 

 

 

 

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